Verlassen Sie die ausgetretenen Touristenpfade und erleben Sie Tiflis so, wie es seine Einwohner kennen. Unter Führung zertifizierter Guides, die in diesen alten Gassen aufgewachsen sind, enthüllt diese persönliche Wandertour verborgene Geschichten, architektonische Besonderheiten und kulturelle Schichten, die die Hauptstadt Georgiens so unvergesslich machen.
Ideal für: Erstbesucher, Geschichtsbegeisterte, Fotografen und alle, die Tiflis wirklich verstehen wollen – nicht nur sehen.
Highlights der Tiflis-Stadttour
Entdecken Sie Tiflis mit unseren professionellen Guides
Tourprogramm
Treffpunkt: Metekhi-Plateau oder Ihr Hotel
Ihr Abenteuer beginnt am historischen Plateau der Metekhi-Kirche, wo die Bronzestatue von König Wachtang Gorgasali über seine Stadt wacht. Von diesem erhöhten Standpunkt aus eröffnet sich Ihnen das erste große Panorama über die Altstadt – die ockerfarbenen Ziegeldächer, die Narikala-Festung auf dem Kamm und die türkisfarbene Kuppel der Schwefelbäder tief unten im Tal.
Was Sie erfahren werden: Die Gründungslegende von Tiflis und wie ein Jagdunfall eines Königs zur Hauptstadt Georgiens führte.
Narikala-Festung & Seilbahnfahrt
Besteigen Sie die moderne Seilbahn für eine spektakuläre Fahrt durch die Luft – vom Rike-Park hinauf zur Narikala-Festung. Während Sie über die Altstadt gleiten, zeigt Ihnen Ihr Guide Stadtteile und Sehenswürdigkeiten, die Sie anschließend zu Fuß erkunden werden.
Die Festung stammt aus dem 4. Jahrhundert. Perser erweiterten sie im 7. Jahrhundert, später kamen die Araber. Von den alten Mauern aus werden Sie sofort begreifen, warum um diese Anhöhe 1.600 Jahre lang gekämpft wurde – der Blick reicht über die gesamte Stadt bis zu den umliegenden Bergen.
Für Ihr Fotoalbum: Die Festungswälle bieten die besten Aufnahmen der Stadtsilhouette – besonders das Nebeneinander von mittelalterlichen Kirchen und zeitgenössischer Architektur.
Das Schwefelbäder-Viertel (Abanotubani)
Der Abstieg ins Bäderviertel fühlt sich an wie das Betreten einer anderen Zeitrechnung. Unter den charakteristischen Kuppelbauten aus Ziegelstein sprudeln heiße Schwefelquellen aus der Tiefe – dieselben Quellen, die Tiflis seinen Namen gaben. Tbili bedeutet auf Georgisch „warm.“
Ihr Guide zeigt Ihnen die reich verzierten Fassaden der historischen Badehäuser, von denen manche Jahrhunderte auf dem Buckel haben. Das sind keine Museumsexponate: Einheimische kommen noch heute hierher, um in den natürlich erwärmten Mineralwässern zu baden, genau wie ihre Vorfahren es taten.
Etwas, das kaum jemand kennt: Die enge Schlucht Legwtachevi, vor Kurzem restauriert, verbirgt im 19.-Jahrhundert-Charme einen kleinen Wasserfall – direkt hinter den Bädern, wenn man weiß, wo man suchen muss.
Meidan-Platz: Das Handelszentrum
Einst das pulsierende Handelszentrum des mittelalterlichen Tiflis, hat der Meidan-Platz Jahrhunderte von Kaufleuten, Reisenden und Händlern kommen und gehen sehen. Der gepflasterte Platz bewahrt seinen historischen Charakter, während moderne Cafés zum Verweilen einladen – georgischer Wein im Schatten jahrhundertealter Mauern, das ist kein schlechtes Angebot.
Kleine Besonderheit: Die kunstvoll verzierten Holzbalkone über dem Platz sind typisch georgisch – entwickelt, um in den engen Gassen der Altstadt jeden Zentimeter Platz optimal zu nutzen.
Karawansereien: Echos der Seidenstraße
Nur wenige Besucher wissen, dass Tiflis einst 18 Karawansereien beherbergte – die Vorläufer unserer heutigen Hotels und Einkaufszentren. Diese zweistöckigen Innenhöfe dienten reisenden Händlern auf der Seidenstraße: Tiere und Waren im Erdgeschoss, Wohnräume oben.
Sie besuchen bemerkenswert gut erhaltene Beispiele, in denen noch immer etwas von der kosmopolitischen Energie zu spüren ist, die das mittelalterliche Tiflis zu einem Treffpunkt der Kulturen machte. Einige beherbergen heute Kunstgalerien und Handwerkswerkstätten – altes Gemäuer mit neuem Leben.
Eine Stadt des Miteinanders
Innerhalb eines einzigen Stadtviertels begegnen Ihnen georgisch-orthodoxe Kirchen, armenische Kirchen, eine Synagoge, eine Moschee und eine katholische Kirche – friedlich nebeneinander seit Jahrhunderten. Anderswo wäre das eine Kuriosität. In Tiflis ist es einfach der Normalzustand.
Diese religiöse Vielfalt erzählt die Geschichte von Tiflis als Verwaltungszentrum der gesamten Transkaukasusregion. Ihr Guide erklärt, wie die georgische Tradition der Toleranz eine der kulturell reichsten Städte des mittelalterlichen Orients entstehen ließ – und wie diese Haltung bis heute erhalten geblieben ist.
Synagogenbesuch: Erfahren Sie mehr über die 2.600-jährige Geschichte jüdischer Gemeinden in Georgien – eine der ältesten ununterbrochenen jüdischen Bevölkerungen der Welt.
Sioni-Kathedrale: Spirituelles Zentrum
Im 11. Jahrhundert erbaut – und nach Zerstörungen mehrfach wieder aufgebaut – diente Sioni jahrhundertelang als Hauptkathedrale von Tiflis. Im Inneren sehen Sie eine der heiligsten Reliquien der georgischen Orthodoxie: das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino, die Georgien im 4. Jahrhundert zum Christentum bekehrte und das Land damit zu einer der ersten christlichen Nationen der Welt machte.
Die verwitterten Steinmauern und verblassten Fresken des Doms erzählen von einer Stadt, die mehr als 40 Mal erobert und wiederaufgebaut wurde. Wer die Wände könnte reden lassen, hätte Stoff für viele Bücher.
Freiheitsplatz & die Entwicklung der Stadt
Aus den mittelalterlichen Gassen tretend, erreichen Sie den Freiheitsplatz – das symbolische Zentrum des modernen Tiflis. Was heute die Stadtmitte ist, war früher der Stadtrand. Ihr Guide zeigt Ihnen, wo die alten Stadtmauern verliefen.
Optionaler Besuch: Die Schatzkammer des Nationalmuseums beherbergt georgische Goldschmiedekunst aus drei Jahrtausenden, darunter Artefakte aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. (Eintritt nicht im Tourpreis enthalten; auf Wunsch organisierbar)
Baratashvili-Allee & Stadtmauern
Entlang der Baratashvili-Allee sehen Sie freigelegte Abschnitte alter Stadtmauern und Tore aus dem 11.–13. Jahrhundert, genau dort erhalten, wo Archäologen sie bei Umbauarbeiten entdeckt haben. Glasbrücken ermöglichen den Blick hinunter auf die mittelalterlichen Fundamente direkt unter Ihren Füßen – ein merkwürdig schöner Moment zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Der Glockenturm des Rezo Gabriadze
Eines der beliebtesten modernen Wahrzeichen von Tiflis: Dieser verspielte Glockenturm wurde vom gefeierten georgischen Puppentheaterregisseur entworfen. Jede Stunde erscheint ein kleiner Engel, um eine Glocke zu schlagen – eine charmante Mischung aus Märchen und handwerklichem Können, die Einheimische wie Besucher gleichermaßen bezaubert.
Tipp: Planen Sie Ihren Besuch zur vollen Stunde ein, um die automatische Vorführung zu sehen. Es lohnt sich.
Anchiskhati-Kirche: Das älteste Gebäude von Tiflis
Diese schlichte Steinkirche aus dem 6. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Bauwerk in Tiflis. Ihre einfache, verwitterte Außenfassade hat alles miterlebt – persische Invasionen, arabische Herrschaft, die sowjetische Besatzung. Dynastien und Imperien kamen und gingen. Die Kirche blieb.
Die Friedensbrücke
Abschließend spazieren Sie über diese ultramoderne Fußgängerbrücke – ein bewusster Kontrast zu den alten Vierteln, die Sie gerade erkundet haben. Der vom italienischen Architekten Michele De Lucchi entworfene Bogen aus Glas und Stahl symbolisiert Tifliss Weg zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Abendtipp: Kommen Sie nach Einbruch der Dunkelheit wieder – wenn die LED-Beleuchtung der Brücke sich im Fluss spiegelt, hat das eine ganz eigene Qualität.
Rustaweli-Allee: Tifliss Hauptstraße
Der letzte Halt ist die Rustaweli-Allee – die elegante Prachtstraße, die als kulturelle Hauptachse des modernen Tiflis gilt. Theater, Galerien, Cafés, Buchläden: Hier kommen die Tiflisser spazieren, sehen und gesehen werden.
Ihr Guide gibt Ihnen Insider-Empfehlungen für die Freizeit danach – von gemütlichen Weinbars bis zu Galerien mit Werken zeitgenössischer georgischer Künstler.
Die Legende von der Gründung Tifliss
Kein Besuch in Tiflis ist vollständig, ohne seine Entstehungsgeschichte zu hören.
Im 5. Jahrhundert jagte König Wachtang Gorgasali mit seinem Falken in der Nähe des Flusses Mtkwari. Der Falke fing einen Fasan – doch der verwundete Vogel entkam und stürzte ins Tal. Als die Männer des Königs nach ihm suchten, fanden sie ihn in einer heißen Schwefelquelle: sofort gegart. Der Falke, der seiner Beute nachgeflogen war, hatte dasselbe Schicksal ereilt.
Erstaunt über die heiße Quelle, befahl König Wachtang, an dieser Stelle eine Stadt zu bauen. Er nannte sie Tiflis – nach dem georgischen Wort tbili, das „warm“ bedeutet. Per königlichem Erlass wurde Tiflis zur Hauptstadt Georgiens, eine Rolle, die sie seit über 1.500 Jahren innehat.
Historische Anmerkung: So beliebt die Legende auch ist – archäologische Funde legen nahe, dass hier bereits früher Siedlungen bestanden. Die warmen Quellen zogen Menschen offenbar schon lange vor König Wachtangs Jagdausflug an.
Preisdetails
Im Preis enthalten
Enthalten
Nicht enthalten
Praktische Informationen und häufige Fragen
Treffpunkt: Metekhi-Kirche (bei Hotel in der Altstadt ist Abholung möglich)
Startzeit: 10:00 Uhr oder 14:00 Uhr täglich
Dauer: 4–5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis moderat (Kopfsteinpflaster, Treppen, leichte Anstiege)
Gesamte Gehstrecke: ca. 3–4 km
Was Sie mitbringen sollten
Barrierefreiheit
Die Tour umfasst Treppen, Anstiege und mittelalterliches Pflaster. Wir gehen in entspanntem Tempo mit häufigen Pausen, aber für Personen mit Mobilitätseinschränkungen kann die Strecke anspruchsvoll sein. Bitte kontaktieren Sie uns im Voraus – wir finden gemeinsam eine passende Lösung.
Wetterpolitik
Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Bei außergewöhnlichen Bedingungen kontaktieren wir Sie wegen einer Umbuchung oder alternativer Regelungen.
Besondere Touren in Tiflis
Wer sich für die Architektur und die Stadtgeschichten des Tiflis des 19.–20. Jahrhunderts interessiert, dem bieten unsere Guides spezielle Thementouren an:
- Tour durch den Sololaki-Distrikt – 3 Stunden
- Die Architektur von Tiflis – 3 Stunden
- Tour durch den Chugureti-Distrikt einschließlich der David-Agmashenebeli-Allee
Für weitere Informationen schreiben Sie uns gerne.
Häufige Fragen zur Tiflis-Stadttour
Tourbericht
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