Eine Straße, die sich seit Jahrhunderten durch Schluchten und über Gebirgspässe windet. Befestigungen, die aus dem Fels zu wachsen scheinen. Und ganz oben, auf 2.170 Metern, eine kleine mittelalterliche Kirche mit dem Kasbek-Gletscher direkt dahinter. Die Kasbegi-Tour ist für viele Besucher der eindrücklichste Tag ihrer Reise nach Georgien – und das aus gutem Grund.
Wir folgen der legendären Georgischen Heerstraße nach Norden, durch dramatische Schluchten, vorbei an mittelalterlichen Festungen und über den Kreuzpass auf 2.395 Metern. Vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag – das ist hier keine Übertreibung.
Ideal für: Naturbegeisterte, Fotografen, Abenteuerlustige und alle, die Georgiens Hochgebirge vom Großen Kaukasus in einem Tagesausflug ab Tiflis erleben möchten.
Highlights der Kasbegi-Tour
Erleben Sie Georgiens Hochgebirge an einem unvergesslichen Tag
Tourprogramm
Abfahrt: Tiflis (Hotelabholung möglich)
Die Kasbegi-Tour folgt der Georgischen Heerstraße nach Norden durch die Region Mzcheta-Mtianeti. Diese historische Route verbindet Georgien seit Jahrhunderten mit dem Nordkaukasus. Sie schlängelt sich durch die spektakuläre Aragschwi-Schlucht, bevor sie zu den hohen Gipfeln des Großen Kaukasus aufsteigt. Russische Generäle zogen hier durch, persische Händler, osmanische Heere – und heute Sie.
Schinwali-Stausee
Unser erster Stopp zeigt Ihnen einen bemerkenswert schönen Stausee, eingebettet zwischen bewaldeten Berghängen. Der Schinwali-Damm wurde 1986 am Fluss Aragschwi fertiggestellt und versorgt heute Tiflis mit Trinkwasser. Das blaugrüne Wasser steht in leuchtendem Kontrast zu den bewaldeten Kuppen ringsum – ein beliebter Ort für Einheimische, die hierher zum Angeln oder als Ausflugsziel kommen.
Für Ihr Fotoalbum: Morgens liegt die Oberfläche oft spiegelglatt – perfekt für Reflexionsaufnahmen.
Festung Ananuri
Hoch über dem Schinwali-Stausee thront diese Burganlage aus dem 16. Jahrhundert, die einst die wichtigste Handelsroute in den Nordkaukasus beherrschte. Der Ananuri-Komplex ist von massiven Verteidigungswällen umgeben und umfasst zwei prächtige Kirchen mit aufwendigen Steinreliefs.
Die obere Festung zeigt den großen Vierkantturm namens Scheupowar – der Ort des letzten Gefechts des Aragwi-Clans gegen die rivalisierende Familie Schansche. Der untere Teil mit seinem Rundturm liegt größtenteils in Trümmern, doch die erhaltenen Abschnitte zeichnen ein lebhaftes Bild von Georgiens unruhigem Mittelalter.
Was Sie erfahren werden: Die dramatische Geschichte der Fehden zwischen georgischen Adelsfamilien – Verrat, Belagerung und ein Ende, das keiner der Beteiligten so geplant hatte.
Aussichtspunkt Gudauri (Freundschaftsdenkmal)
An diesem Aussichtspunkt steht ein sowjetisches Mosaikdenkmal, das die Freundschaft zwischen Georgien und Russland besingt. Die eigentliche Attraktion ist jedoch das, was sich dahinter auftut: ein weiter Blick tief in die Aragschwi-Schlucht, mit dem Großen Kaukasus an allen Seiten.
Das halbrunde Panorama ist wie ein natürliches Amphitheater. Wenn die Wolkendecke stimmt und das Licht passt, ist dieser Moment allein schon die Fahrt wert.
Für Ihr Fotoalbum: Die gebogene Plattform bietet perfekte Winkel für Weitwinkelaufnahmen ins Gebirge.
Kreuzpass (2.395 m)
Wir haben das Dach der Georgischen Heerstraße erreicht. Auf 2.395 Metern über dem Meeresspiegel markiert der Kreuzpass den eigentlichen Scheitelpunkt des Großen Kaukasus auf dieser Route. Wer im April oder Mai reist, findet hier oben noch Schnee – während im Tal bereits Frühlingsblumen blühen. Zwei Jahreszeiten an einem einzigen Tag, das ist auf diesem Pass keine Seltenheit.
Kleiner historischer Hinweis: Der Pass verdankt seinen Namen einem Kreuz, das der russische General Jermoloff hier 1824 errichten ließ – ein unscheinbares Denkmal an einer Strecke, die Geschichte geschrieben hat.
Dreifaltigkeitskirche Gergeti
Kein Bild beschreibt Georgien so präzise wie dieses: eine kleine Kirche aus dem 14. Jahrhundert auf einem Bergrücken auf 2.170 Metern, dahinter der Gletscher des Kasbek auf 5.047 Metern. Die Heilige-Dreifaltigkeits-Kirche wurde als nördlicher Vorposten des georgischen Christentums errichtet und steht im Schatten eines der höchsten Gipfel des Kaukasus.
An klaren Tagen erhebt sich der schneebedeckte Gipfel direkt hinter der Kirche – einer der meistfotografierten Anblicke ganz Georgiens. Und auch wenn der Berg in Wolken liegt, bleibt die Atmosphäre des Ortes ungewöhnlich.
Hinweis zur Anreise: Die Kirche ist mit einem Geländewagen (ca. 20 GEL pro Person, nicht im Tourpreis enthalten) oder zu Fuß in ca. 1,5 Stunden Aufstieg erreichbar. Der Transfer per 4×4 ist in unserem Tour inklusive.
Dariali-Schlucht
Das nördliche Tor Georgiens. Jahrtausende lang diente diese enge Schlucht mit ihren senkrechten Felswänden als natürliche Festung – der einzige praktisch begehbare Durchgang durch das Gebirge. Antike Geographen nannten sie das „Tor der Alanen.“ Wer hier durchzog, hatte entweder die Erlaubnis Georgiens – oder die Absicht, sie sich zu nehmen.
Gveleti-Wasserfall (saisonal)
Ein 2-km-Spaziergang durch eine tiefe Schlucht führt zu diesem schönen Wasserfall – ein ruhiger Abschluss nach einem langen und eindrücklichen Tag. Der Weg ist für die meisten problemlos zu gehen; festes Schuhwerk ist trotzdem empfehlenswert.
Wichtiger Hinweis: Gveleti ist bis Ende Mai wegen Schneelage und Hochwasser nicht zugänglich.
Alternative: Sno-Tal
Wer lieber auf den Wasserfall-Spaziergang verzichtet, kann stattdessen das ruhige Dorf Sno besuchen, wo geheimnisvolle Steinstatuen im Bergtal stehen. Ein anderer Blick auf das Leben im Hochkaukasus – stiller, aber auf seine eigene Weise beeindruckend.
Empfohlene Reisezeit: April bis November
Preisdetails
Im Preis enthalten
Enthalten
Nicht enthalten
Enthalten
Nicht enthalten
Praktische Informationen
Abfahrt: Tiflis (Hotelabholung möglich)
Dauer: Ganztägig, 10–12 Stunden
Strecke: ca. 300 km Hin- und Rückfahrt
Beste Reisezeit: April bis November
Schwierigkeitsgrad: Leicht (optionaler moderater Spaziergang zum Gveleti-Wasserfall)
Was Sie mitbringen sollten
Wetter im Gebirge
Bergwetter ist unberechenbar – und immer kühler als in Tiflis. Wir empfehlen, die Vorhersage vor der Tour zu prüfen. Im April und frühen Mai ist auf höheren Lagen mit Schnee zu rechnen. Sommertage können warm sein, die Abende werden jedoch rasch kühl. Lagen Sie sich immer.
Häufige Fragen zur Kasbegi-Tour
Tourbericht
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