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Reisen Sie an einem einzigen Tag durch drei Jahrtausende georgischer Geschichte — von einer 2.600 Jahre alten Felsenstadt, die aus dem lebendigen Gestein geschlagen wurde, über mittelalterliche Sakralbauten unter UNESCO-Schutz bis zum umstrittenen Vermächtnis des mächtigsten Diktators des 20. Jahrhunderts. Betreten Sie Kammern, in denen heidnische Priester ihre Rituale vollzogen. Stehen Sie in der Kathedrale, in der georgische Könige gekrönt wurden. Erkunden Sie das überraschend bescheidene Elternhaus von Josef Stalin. Jeder Halt eröffnet ein anderes Kapitel der vielschichtigen, fesselnden Geschichte Georgiens.

Ideal für: Geschichtsbegeisterte, Archäologie-Fans, Fotografen, Kulturreisende und alle, die Georgiens historische Schichten verstehen wollen — vom antiken Heidentum über das Christentum bis zur Sowjetära.

Höhepunkte der Tour

  • Höhlenstadt Uplisziche — 2.600 Jahre alte, in den Fels gehauene Stadt mit Tempeln, Hallen und antiken Straßenzügen
  • Kloster Dschwari — UNESCO-Meisterwerk aus dem 6. Jahrhundert mit Panoramablick auf den Zusammenfluss zweier Flüsse
  • Kathedrale Swetizchoweli — Georgiens heiligstes Bauwerk und Grabstätte der Könige (optional)
  • Stalin-Museum — Kontrovers, aber aufschlussreich: ein Blick in die sowjetische Geschichte
  • Festung Gori — Mittelalterliche Zitadelle über dem Tal der Kura (Mtkwari)
  • Traditionelles georgisches Mittagessen — Authentische Küche der Region Kartli
  • Optionale Weinverkostung — Weine aus der historischen Weinregion Kartli

Drei Epochen, eine außergewöhnliche Reise durch die georgische Zivilisation

Reiseverlauf

Abfahrt: 8:30 Uhr ab Tiflis (Abholung vom Hotel)

Rückkehr: ca. 18:30–19:00 Uhr

8:30 Uhr — Abfahrt aus Tiflis

Die Fahrt führt westwärts aus Tiflis hinaus in die Region Kartli — das historische Kernland Georgiens, wo Königreiche aufblühten und untergingen, wo das Christentum erstmals Wurzeln schlug und wo einige der ältesten städtischen Siedlungen der Menschheit aus massivem Fels gehauen wurden. Die Landschaft wandelt sich unterwegs: vom urbanen Tiflis zu den Agrarflächen Innerkartliens, während im Norden die Gipfel des Großen Kaukasus eine eindrucksvolle Kulisse bilden.

9:00 Uhr — Kloster Dschwari

Der erste Halt ist das ikonische Kloster Dschwari, das auf einer felsigen Bergkuppe am Zusammenfluss von Aragwi und Mtkwari thront. Erbaut im 6. Jahrhundert, ist dieses UNESCO-Welterbe ein Höhepunkt der frühen georgischen Kirchenbaukunst.

Im 4. Jahrhundert, nachdem die Heilige Nino König Mirian III. zum Christentum bekehrt hatte, ließ der König auf diesem Hügel — einer ehemaligen heidnischen Kultstätte — ein Holzkreuz errichten. Der Überlieferung nach wirkte das Kreuz Wunder und zog Scharen neuer Bekehrter an. Zwei Jahrhunderte später ließ König Stephanoz I. diese Kirche um die ursprüngliche Kreuzstelle herum errichten.

Die makellos proportionierte Tetrakonch-Architektur von Dschwari beeinflusste den georgischen Kirchenbau über Jahrhunderte. Von der Terrasse eröffnet sich eines der berühmtesten Panoramen des gesamten Kaukasus: die beiden Flüsse vereinen sich tief unten, das antike Mzcheta breitet sich über das Tal aus, und am Horizont erheben sich die Berge.

Dauer: 30–40 Minuten

9:45 Uhr — Kathedrale Swetizchoweli

Vom Berg hinab in die Stadt Mzcheta: Hier betreten Sie die Kathedrale Swetizchoweli — Georgiens Westminster Abbey, Krönungskirche und heiligstes Bauwerk.
Die Legende: Als Christus gekreuzigt wurde, erwarb ein georgischer Jude namens Elias das Gewand Christi und brachte es nach Mzcheta. Seine Schwester Sidonia nahm das Gewand an sich und starb, es fest umklammert. Aus ihrem Grab wuchs eine heilige Zeder. Als Georgien zum Christentum übertrat, befahl König Mirian, den Baum zu fällen, um die erste Kirche zu errichten — doch der Baumstumpf erhob sich in die Luft, leuchtete in wundersamen Licht und senkte sich wieder herab, um zum Mittelpfeiler der Kirche zu werden. Diese „lebendige Säule“ gab der Kathedrale ihren Namen.

Im Inneren entdecken Sie die heilige Säule, die die Grabstätte des Gewandes markiert, die Königsgräber, mittelalterliche Fresken und kunstvolle Steinmetzarbeiten. Erbaut im 11. Jahrhundert vom Baumeister Arsukisdse, ist dies bis heute das geistliche Zentrum Georgiens.

Dauer: 40–50 Minuten

11:30 Uhr — Fahrt nach Gori

Weiter geht es westwärts durch die Ebene von Kartli — das landwirtschaftliche Herz Georgiens, wo seit Jahrtausenden Weizen, Mais und Wein angebaut werden. Ihr Guide erzählt unterwegs von der strategischen Bedeutung Kartlis in der georgischen Geschichte.

12:30 Uhr — Stalin-Museum, Gori (Optional)

Die Stadt Gori ist international als Geburtsort von Josef Stalin bekannt, der zum mächtigsten — und umstrittensten — Führer der Sowjetunion aufstieg.

Wichtiger Hinweis: Das Stalin-Museum ist ein komplexes historisches Erlebnis. Für viele steht Stalin für einen der brutalsten Diktatoren der Geschichte, verantwortlich für den Tod von Millionen Menschen. Dieses Museum, in der Sowjetzeit gegründet, zeigt eine weitgehend unkritische Darstellung von Stalins Leben. Wir präsentieren diese Stätte selbst als historisches Artefakt — ein Fenster in die Art und Weise, wie Stalin während und nach der Sowjetzeit dargestellt wurde. Ihr Guide liefert den notwendigen historischen Kontext.

Was Sie erwartet: Stalins bescheidenes Geburtshaus mit zwei Zimmern (1878), drei Etagen mit Exponaten wie persönlichen Gegenständen, Fotografien und einer von nur zwölf existierenden Totenmasken sowie Stalins gepanzerter Privat-Eisenbahnwaggon.

Fotografieren: Überall erlaubt (geringe Gebühr möglich)

Dauer: 60–75 Minuten

13:30 Uhr — Traditionelles georgisches Mittagessen (Optional)

Genießen Sie die authentische Küche der Region Kartli in einem lokalen Restaurant.

Typisches Menü: Chinkali (georgische Teigtaschen — die Kartli-Variante ist besonders beliebt), Chatschapuri, Mzwadi (gegrilltes Fleisch), Lobio mit Mtschadi (Bohneneintopf mit Maisbrot), frische saisonale Salate und georgischer Wein.

Vegetarische und diätspezifische Optionen sind verfügbar.

Dauer: 60 Minuten

14:45 Uhr — Uplisziche: Die antike Felsenstadt

Das archäologische Kronjuwel des Tages: Uplisziche, eine der ältesten städtischen Siedlungen im Kaukasus und einer der bemerkenswertesten Felsenkomplexe der Welt.
Gegründet im 6. Jahrhundert v. Chr., diente Uplisziche („Festung des Herrschers“) als bedeutendes politisches, religiöses und kulturelles Zentrum des vorchristlichen Kartli. In seiner Blütezeit (9.–10. Jahrhundert n. Chr.) lebten bis zu 20.000 Menschen in dieser Felsenstadt, die als heidnischer Tempelkomplex, strategische Festung, Königsresidenz und Handelsposten an der Seidenstraße fungierte. Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt nach den Mongoleneinfällen aufgegeben.

Was Sie erkunden:

Der Saal der Königin: Die größte Kammer mit einem einzigartigen Tonnengewölbe, in der königliche Zeremonien und diplomatische Empfänge stattfanden. Achten Sie auf die in den Fels gemeißelten Weinpressen, Säulen und Bänke — alles aus dem massiven Gestein herausgearbeitet.

Das antike Theater: Einer der ältesten Aufführungsorte Georgiens mit einer Akustik, die nach 2.600 Jahren noch immer beeindruckt.

Tempelanlagen: Den vorchristlichen Sonnengottheiten gewidmet, mit geschnitzten Altären, Ritualräumen und Sonnensymbolen. Eine kleine christliche Basilika wurde später hier hineingehauen.

Antike Straßen und Wohnungen: Wandeln Sie auf denselben Pfaden, die über ein Jahrtausend lang begangen wurden. Blicken Sie in Wohnhöhlen mit geschnitzten Nischen, rußgeschwärzten Decken und Entwässerungskanälen.

Weinkeller (Marani): Zeugnisse der 8.000 Jahre alten georgischen Weintradition mit Kwewri-Grabstätten.

Der Geheimtunnel: Ein enger Durchgang hinab zum Fluss — ein Notfluchtweg bei Belagerungen.

Die Kirche aus dem 10. Jahrhundert: Errichtet auf dem antiken heidnischen Komplex, als Symbol für Georgiens religiösen Wandel.

Fototipp: Endlose Möglichkeiten für gelungene Kompositionen — dramatische, in den Fels gehauene Türöffnungen, Spiel von Licht und Schatten, weite Ausblicke über das Tal und Felsoberflächen, die von Jahrtausenden der Witterung gezeichnet sind.

Dauer: 90–120 Minuten

17:00 Uhr — Optionale Weinverkostung

Für Weinliebhaber lässt sich auf der Rückfahrt ein Stopp bei einem lokalen Weingut in der Region Kartli einplanen.

Enthalten: Verkostung von 4–5 georgischen Weinen (einschließlich Kwewri-gereifter Weine), Besichtigung eines traditionellen Weinkellers (Marani), Einführung in die georgischen Weintraditionen und kleine Snacks.

Preis: Zusätzlich 20–25 $ pro Person

Dauer: 45–60 Minuten

18:30–19:00 Uhr — Rückkehr nach Tiflis

Genießen Sie den Sonnenuntergang über den Bergen des Kaukasus und lassen Sie einen Tag Revue passieren, der vom antiken Heidentum über das mittelalterliche Christentum bis zum Totalitarismus des 20. Jahrhunderts reichte. Absetzen am Hotel.

Preisdetails

Im Preis enthalten

  • Professioneller englischsprachiger oder deutschsprachiger Reiseführer

  • Komfortabler Transport mit Klimaanlage
  • Abholung und Rücktransfer zum Hotel (Tiflis Zentrum)
  • Eintrittsgebühr für Uplisziche
  • Flaschenwasser während des gesamten Tages

Nicht im Preis enthalten

  • Eintrittsgebühr für das Stalin-Museum
  • Traditionelles georgisches Mittagessen
  • Weinverkostung (20–25 $ bei Hinzubuchung)
  • Persönliche Ausgaben und Souvenirs
  • Trinkgeld für den Guide (gern gesehen, aber freiwillig)
  • Reiseversicherung

Tourkarte

Tbilisi
Jvari Monastery
Svetitskhoveli Cathedral
Gori (Stalin Museum)
Uplistsikhe Cave City

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Praktische Informationen

  • Dauer: 8–9 Stunden (ganzer Tag)
  • Strecke: ca. 200 km (Hin- und Rückfahrt)
  • Anforderung: Mittel (Treppensteigen und Gehen auf unebenen Flächen)
  • Gruppengröße: maximal 8 Personen

Kleidung & Ausrüstung

Unbedingt mitbringen: Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil (für Uplisziche ist festes Schuhwerk erforderlich), dezente Kleidung für Kirchenbesuche (Schultern und Knie bedeckt), Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille), leichte Jacke oder Pullover (Kirchen und Höhlen können kühl sein), Kamera mit geladenem Akku, kleiner Rucksack für persönliche Dinge.

Empfohlen: Bargeld (GEL) für persönliche Einkäufe und die optionale Weinverkostung. Kopftuch für Damen (für Kirchenbesuche; kann vor Ort ausgeliehen werden).

Körperliche Anforderungen

Gehen auf unebenen Steinoberflächen und antiken Stufen, Auf- und Absteigen auf mehreren Ebenen in Uplisziche (zahlreiche Treppen), längeres Stehen bei den Erläuterungen des Guides. Insgesamt ca. 3–4 km Fußweg über den Tag verteilt.

Barrierefreiheit: Aufgrund der in den Fels gehauenen Strukturen ist Uplisziche für Personen mit eingeschränkter Mobilität nur bedingt geeignet. Falls Sie Bedenken haben, kontaktieren Sie uns bitte, um Anpassungen oder alternative Touren zu besprechen.

Alterseignung: Ab 8 Jahren geeignet. Kinder finden Uplisziche besonders spannend! Kinder unter 12 Jahren erhalten 30 % Ermäßigung.

Wetter

Sommer: Das Gestein speichert und strahlt Wärme ab — nehmen Sie ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit.
Regen: Felsoberflächen werden rutschig. Wir informieren Sie ehrlich über die Bedingungen und empfehlen bei starkem Regen gegebenenfalls eine Verschiebung.
Winter: Kann vereist sein. Besondere Vorsicht geboten; Grödel oder Spikes empfohlen.

Hinweis zum Stalin-Museum

Wir wissen, dass das Stalin-Museum kontrovers ist. Manche Besucher halten es für unverzichtbar, um die Geschichte des 20. Jahrhunderts zu verstehen; andere lassen es lieber aus. Wir passen den Reiseverlauf gerne an, wenn Sie mehr Zeit in Uplisziche und weniger (oder keine) im Stalin-Museum verbringen möchten.

Der Frühling (April–Mai) bietet ideales Wetter und Wildblumen. Der Herbst (September–Oktober) überzeugt mit angenehmen Bedingungen und schönem Licht zum Fotografieren. Im Sommer kann es in Uplisziche sehr heiß werden — ein früher Start ist empfehlenswert. Im Winter sind weniger Touristen unterwegs, aber an manchen Stellen ist Vorsicht wegen Glätte geboten.

Die Anforderungen sind moderat. Uplisziche erfordert einiges an Treppensteigen und Gehen auf unebenem, antikem Steinboden. Die meisten Teilnehmer mit normaler Fitness bewältigen die Strecke problemlos. Wir gehen in bequemem Tempo mit Pausen. Insgesamt sind es ca. 3–4 km Fußweg.

Selbstverständlich. Wir verstehen, dass das Museum aufgrund von Stalins Rolle bei den Massenrepressionen kontrovers ist. Wir können den Ablauf so anpassen, dass Sie stattdessen mehr Zeit in Uplisziche oder Mzcheta verbringen. Teilen Sie uns Ihre Wünsche einfach bei der Buchung mit.

Ja. Fotografieren ist an allen Stationen erlaubt. Im Stalin-Museum fällt eine geringe Zusatzgebühr an. Uplisziche bietet hervorragende Fotomöglichkeiten. Bitte verhalten Sie sich in aktiven Kirchen respektvoll und fragen Sie, bevor Sie Gläubige fotografieren. Ihr Guide kennt die besten Blickwinkel und Lichtverhältnisse.

Ab 8 Jahren geeignet. Kinder finden Uplisziche besonders aufregend — das Erkunden der antiken Höhlen und Tunnel fühlt sich an wie ein Abenteuer! Kinder unter 12 erhalten 30 % Ermäßigung.

Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Kirchen und das Stalin-Museum bieten Schutz. Die Felsoberflächen in Uplisziche werden bei Nässe allerdings rutschig. Bei starkem Regen geben wir eine ehrliche Einschätzung der Verhältnisse und empfehlen gegebenenfalls eine Verschiebung. Bei wetterbedingten Änderungen fallen keine Gebühren an.

Nur wenige Touren verbinden derart unterschiedliche historische Epochen — vom Heidentum des 6. Jahrhunderts v. Chr. über das Christentum des 6. Jahrhunderts n. Chr. bis zur sowjetischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu Touren, die Uplisziche in 30 Minuten abhandeln, nehmen wir uns die Zeit, die dieser antike Ort verdient (90–120 Minuten). Unsere erfahrenen lokalen Reiseführer verbinden Fachwissen mit lebendigem Erzählen, und die kleine Gruppengröße (maximal 8 Personen) garantiert persönliche Betreuung.

Tourbericht

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